Die Bundesstraße 171 wird im Bereich der Kniebreche abermals komplett gesperrt. Für zwei Monate müssen Autofahrer zwischen Marienberg und Olbernhau eine lange Umleitung in Kauf nehmen. 2022 wird es weitere Einschränkungen auf der B 171 geben. 

Beim Millionenprojekt an der Kniebreche bei Zöblitz steht die nächste Bauphase bevor. Erneut ist reichlich Geduld gefragt. Bereits seit Ende März wird auf der B 171 im Bereich der Brücke über die Schwarze Pockau gebaut. Im Zuge der Erneuerung des Nadelöhrs erfolgen nun die Straßenbauarbeiten sowie der Rückbau der Behelfsbrücke, teilt Rosalie Stephan vom zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit. Dabei wird die Bundesstraße in diesem Bereich von Montag bis voraussichtlich Ende Dezember komplett gesperrt.

Autofahrer müssen zwischen Marienberg und Olbernhau wieder eine großräumige Umleitung in Kauf nehmen. Aus der Bergstadt kommend führt sie ab der Kniebreche über die S 224 nach Pockau, weiter zur S 223 nach Olbernhau wieder auf die B 171. In der Gegenrichtung ab Zöblitz wird der Verkehr analog über Olbernhau und Pockau umgeleitet. Zudem kann die Schwarzwassertalstraße am Sägewerk aus Richtung B 171 nicht befahren werden. 

Aufgrund des Neubaus der Brücke inklusive Sanierung des desaströses Kreuzungsbereichs und der Beseitigung der Engstelle unter dem Bahnviadukt kommt es seit März zu Verkehrseinschränkungen. Innerhalb der Osterferien war der Bereich zunächst komplett gesperrt. Im Sommer wurde die B 171 an der Baustelle als Einbahnstraße in Richtung Marienberg ausgewiesen. Aktuell wird der Verkehr per Ampelanlage aus beiden Richtungen über die Behelfsbrücke geführt. 

Nach Abschluss der bevorstehenden Bauphase Ende Dezember soll es an der Kniebreche bis Anfang Sommer 2022 zunächst keine weiteren Verkehrseinschränkung geben, versichert Rosalie Stephan. Danach beginnen die abschließenden Arbeiten zwischen dem Bahnviadukt und dem Abzweig nach Pockau. Während der Erneuerung der Fahrbahndecke muss die B 171 abermals komplett gesperrt werden. Das Landesamt rechnet derzeit mit voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro.

Quelle: Freie Presse vom 14.10.2021